Nationalpark Vanoise

Der Nationalpark Vanoise.
 
Der Nationalpark Vanoise liegt im französischen Teil der Grajischen Alpen. Er ist nach dem gleichnamigen Gebirgsmassiv benannt und wurde 1963 vorrangig zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Steinbocks als erster französischer Nationalpark gegründet.
 
Der PNV umfasst große Gebiete der oberen Maurienne und der Tarentaise.
Die innere, streng geschützte Zone ist eine von über 40 Dreitausebdern(107 einzelne Gipfel) geprägte Hochgebirgsregion mit einer Ausdehnung von 530 Quadratkilometern, von der circa noch 50 Quadratkilometer vergletschert sind.
 
Um diese innere Zone herum erstreckt sich über 1480 km² die äußere Zone (wie alle französischen Nationalparks ist auch der PNV ein sogenannter 'Zwei-Zonen-Park'), in der sich alle 28 Gemeinden und auch die Besucherzentren des Nationalparks befinden. Das Nationalparkgebiet liegt auf Höhen zwischen 685 m und 3855 m (La Grande Casse). Im Osten besteht auf einer Länge von etwa 14 km eine gemeinsame Grenze zum italienischen Nationalpark Gran Paradiso, mit dem seit 1972 ein Kooperationsabkommen besteht
1 großer Alpenpark

Die große Vielfalt an Felsen, Pflanzen und Tieren trägt zum bemerkenswerten Reichtum des Vanoise-Massivs bei.
Die Zahl der Pflanzenarten wird auf 1. 200 geschätzt, von denen 200 besonders bemerkenswert sind.
Unter den geschützten Arten, die in der Gemeinde vorkommen, können wir die piemontesische Primel (Primula pedemontana) oder den zarten Sabot de Vénus (Cypripedium calceolus) erwähnen.
Was den Nationalpark Vanoise so erfolgreich gemacht hat und immer noch ausmacht, ist seine emblematische Bergfauna: mehr als 1800 Alpensteinbock, die größte französische Kolonie, und mehr als 4000 Gemsen Rupicapra Steinbock.
Ganz zu schweigen von der Anwesenheit vieler anderer Säugetiere.

Der Park beherbergt auch fast 120 brütende Vogelarten, darunter 26 brütende Steinadlerpaare (Aquila chrysaëtaus) und 4 brütende Bartgeierpaare (Gypaetus barbatus), von denen ein Paar seit 2003 im Ponthurintal lebt.
Auerhahn (Tetrao tetrix) und Alpenschneehuhn (Lagopus mutus) sind schwieriger zu beobachten.
Amphibien werden durch das Alpen-Triton (Triturus alpestris), den Roten Frosch (Rana temporaria) und die Kalamitose (Bufo calamita) repräsentiert.
Unter den Insekten existiert der spektakuläre große Apollo (Parnassius apollo) mit dezenteren Arten, von denen einige neu in der Wissenschaft sind.

Die Spirale des Lebens : Das Emblem
 
Es ist die Symbolfigur der Nationalparks Frankreichs, ein Bild, das aus einer Vielzahl von Elementen (Tier-, Pflanzen- und Mineralsilhouetten) besteht, die in einer Spiralstruktur organisiert sind. Es ist eine metaphorische Darstellung der Bewegung, des Reichtums und der Komplexität des Lebens.

Es ist das erste allen Parks gemeinsame Emblem (es steht für die nationale Institution, Garant für Wissen, Respekt und Schutz der Natur). Sie ist einzigartig und kann in keiner Weise verändert werden. Jedem Park wurde eine helle Farbe zugeordnet, die seine Besonderheit widerspiegelt und an die Farben der Natur erinnert. Es kontrastiert mit dem Schwarz des Emblems.
Für den Vanoise-Nationalpark erinnert Blau an Enzian.
 
  • Parc National de la Vanoise, Logo PNV